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Artikel Tagged ‘Wohnung’

Mietwohnung: Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche

16. Januar 2012 Keine Kommentare
Wohnung by flickr noskule Mietwohnung: Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche

cc by flickr/ noskule

Es ist ein altes Thema, mit dem viele Mieter und Vermieter in Deutschland immer wieder zu kämpfen haben. Nicht selten führt der Auszug aus einer Wohnung zu Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern, denn ob die Mietsache sich verschlechtert hat oder es zu gewissen Veränderungen kam, liegt oft im Auge des Betrachters.

Grundsätzlich hat der Vermieter nach dem Auszug des Mieters sechs Monate Zeit um Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Danach verjährt der Anspruch. Darauf weist aktuell der Deutsche Mieterbund in Berlin hin. Entscheidend für den Beginn dieser Frist sei dabei der Zeitpunkt der Schlüsselübergabe, wie der Bundesgerichtshof entschied.

In dem konkreten Fall ging es um Mieter, deren Mietverhältnis am 30. September endete. Diese waren jedoch bereits im Juni ausgezogen. Die Schlüsselübergabe erfolgte trotzdem fristgerecht am 1. Oktober. Im Nachhinein ging es um besagte Verjährungsfrist. Die Richter urteilten, dass diese mit dem Zeitpunkt der Schlüsselübergabe beginne, denn die Mieter müssten sich auch an die Kündigungsfrist halten. Wenn Mieter früher ausziehen wollen, muss dies einvernehmlich mit dem Vermieter geschehen.

Vorsicht bei alten Stromleitungen in Altbauten!

2. Januar 2012 Keine Kommentare
Steckdosen by flickr Hotel Domspitzen Köln1 Vorsicht bei alten Stromleitungen in Altbauten!

cc by flickr/ Hotel Domspitzen Köln

Als vor Jahrzehnten die Häuser gebaut wurden, die heutzutage bei vielen als sogenannte Altbauten so beliebt sind, konnten die damaligen Elektriker natürlich nicht ahnen, dass in Zukunft eine Vielzahl von elektrischen Geräten unseren Alltag bestimmen würden. So weist die Aktion „Das sichere Haus“ derzeit darauf hin, dass in manchen Altbauten die Stromleitungen und Steckdosen nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sind.

Das heißt also, dass viele von ihnen älteren Standards entsprechen und eigentlich nicht für den gleichzeitigen Gebrauch von Fernseher, Computer, DVD-Player, Stereoanlage und Co. gemacht sind. Sie können leicht überlasten, was dazu führt dass die Sicherung öfter herausspringt. Ist dies nicht der Fall kann das Material sogar überhitzen, was einen Schwelbrand zur Folge haben kann.

In einigen Wohnungen fehlen zudem an vielen heute wichtigen Stellen die Steckdosen. So setzen die Bewohner Steckleisten ein, die das Problem auf Dauer jedoch oft nur verschlimmern. Generell sollte man regelmäßig die Leitungen überprüfen lassen. Mieter haben zudem einen Anspruch auf „zeitgemäßes Wohnen“ wie der Bundesgerichtshof in einem Urteil entschied. Alle, die gerade bauen oder modernisieren, sollten nicht nur an Heute, sondern auch an Morgen denken. Das heißt, es müssen zum Beispiel genügend Steckdosen vorhanden sein etc., was auch für Antennen- und Telefonanschlüsse gilt.

Weihnachtsdekoration: Das sollten Mieter unterlassen

5. Dezember 2011 Keine Kommentare
Weihnachtsdeko by flickr m.prinke Weihnachtsdekoration: Das sollten Mieter unterlassen

cc by flickr/ m.prinke

In diesen Tagen wird in Deutschland wieder fleißig dekoriert. Grundsätzlich ist es das gute Recht von jedem Mieter, dass er seine Wohnung, seinen Balkon, die Fenster und auch die Wohnungstür so dekoriert wie es ihm oder ihr gefällt. Doch natürlich gibt es dabei auch einige Einschränkungen, vor allem wenn andere durch die Deko gestört werden.

So sollte man sich im Hausflur auf die eigene Tür beschränken und nicht anfangen einfach so den gesamten Flur zu dekorieren. Wenn man dies möchte, müssen die anderen Mieter und normalerweise auch der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Dies entschied das Amtsgericht Münster. Am Oberlandesgericht in Düsseldorf beschäftigte man sich hingegen mit einem Mieter, der gerne das gesamte Haus mit weihnachtlichen Duftsprays einnebelte. Auch dies müssen die anderen Mietparteien laut den Richtern nicht dulden.

Lichterketten und Weihnachtsschmuck sollten die Nachbarn ebenfalls nicht übermäßig stören. Aus Rücksicht den anderen gegenüber schaltet man blinkende Elemente am besten ab spätestens 22 Uhr ab. Weihnachten ist schließlich auch das Fest der Nächstenliebe…

Mieter dürfen Antenne im Garten in unauffälliger Lage aufstellen

28. November 2011 Keine Kommentare
Satellitenantenne by wikimedia Uwe W Mieter dürfen Antenne im Garten in unauffälliger Lage aufstellen

cc by wikimedia/ Uwe_W

Wer eine Wohnung oder ein Haus gemietet hat, der muss in der Regel auch mit dem Aufbau von Antennen im Außenbereich vorsichtig sein. Wer seine Antenne jedoch im Garten so aufstellt, dass sie nach außen hin kaum auffällt, darf dies tun. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Regensburg hervor, auf das die Fachzeitschrift „Wohnwirtschaft und Mietrecht“ hinweist.

In dem konkreten Fall ging es um eine Mieterin, die im Garten eine Parabolantenne aufstellte. Der Garten war von einer Hecke umgeben und daher kaum einsehbar. Trotzdem verweigerte die Vermieterin das Aufstellen der Antenne und berief sich dabei auf entsprechende Klauseln im Mietvertrag.

Die Richter sahen dies jedoch anders und wiesen die Klage ab. Als Mieter habe man ein berechtigtes Interesse TV-Programme zu empfangen. Zudem gebe es in diesem Fall durch die Antenne keinerlei ästhetische Beeinträchtigung. Sie fiele nicht mehr ins Gewicht als ein Wäscheständer oder ein farbiger Sonnenschirm.

Durch Nachmieter Kündigungsfrist verkürzen? Vermieter muss zustimmen

21. November 2011 Keine Kommentare
Umzug by flickr gillyberlin Durch Nachmieter Kündigungsfrist verkürzen? Vermieter muss zustimmen

cc by flickr/ gillyberlin

Wer aus seiner Mietwohnung ausziehen möchte, der muss sich natürlich an die im Mietvertrag festgehaltene Kündigungsfrist halten. Diese passt einem jedoch nicht immer unbedingt ins eigene Konzept. So versucht so manch einer diese zu umgehen, indem er sich selbst auf die Suche nach einem Nachmieter macht. Dabei hat jedoch immer der Vermieter ein Wörtchen mitzureden.

Jeder Vermieter hat grundsätzlich das Recht sich seine Mieter selbst auszusuchen. So kann man als Mieter also nicht einfach einen selbst ausgewählten Nachmieter präsentieren und ist damit die Kündigungsfrist los. Darauf weist der Mieterverein München hin.

Bei solchen Plänen sollte man am besten alle Schritte mit dem Vermieter abstimmen und oft findet man gemeinsam eine Lösung. Der Vermieter muss jedoch stets seine Einwilligung für einen Nachmieter geben.