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Archiv für September, 2011

Heizungsanlage: Jährliche Wartung

27. September 2011 Keine Kommentare
cc by Flickr/ Da Beez

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Wer eine eigene Heizungsanlage betreibt muss diese laut Energieeinsparverordnung auch warten lassen. Zu dieser Pflicht geh√∂rt auch die Reinigung des Heizkessels. Die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg-Vorpommern r√§t Betreibern dazu, die Anlage einmal j√§hrlich warten zu lassen, denn dies senke den Verbrauch sp√ľrbar.

Laut der Neuen Verbraucherzentrale bedeutet bereits eine Schicht von einem Millimeter, die sich im Heizkessel ablagert, einen um gut f√ľnf Prozent h√∂heren Brennstoffverbrauch. Daher spare das j√§hrliche Warten der Anlage nicht nur Geld, sondern sei auch gut f√ľr die Umwelt.

Zudem weist man darauf hin, dass viele Betriebe auch Wartungsverträge anbieten. Dabei handle es sich normalerweise um eine unkomplizierte Regelung. Jedoch sollten Verbraucher bereits im Vorfeld die Leistungen und Preise verschiedener Wartungsunternehmen vergleichen.

Wohnungs√ľbergabe: Knallige Farben unzul√§ssig

19. September 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ RubyF95

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W√§hrend man eine Wohnung bewohnt, steht es einem nat√ľrlich frei, sie so zu dekorieren wie man m√∂chte. Dazu geh√∂rt auch das Streichen der W√§nde in knalligen Farben. Vor dem Auszug sollte man dies jedoch beseitigen, denn sonst kann dies als Vertragsverletzung gewertet werden. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Essen hervor, auf das die Mietrechtsanw√§lte des Deutschen Anwaltsvereins hinweisen.

In dem konkreten Fall hatte ein Mieter während der Mietzeit einen Teil der Wohnung in kräftigen Farben gestrichen. Zudem hatte er in einem Raum eine Stelle, an der ein Schrank stand, ausgespart. Der Vermieter forderte nach dem Ende des Mietverhältnisses Schadensersatz.

Die Richter gaben dem Vermieter Recht. Eine Neuvermietung solcher R√§ume sei kaum m√∂glich. Die Wohnung m√ľsse in einem Zustand zur√ľckgegeben werden, der sich in den Grenzen des √ľblichen Farbgeschmacks bewege. Die Aussparung stelle zus√§tzlich eine nicht fachm√§nnisch ausgef√ľhrte Sch√∂nheitsreparatur dar und k√∂nne daher als Schaden gelten.

Außergewöhnliche Immobilien: Burgwohnungen fallen nicht unter Mietspiegel

12. September 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ onnola

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So manch einer tr√§umt von einer ganz besonderen Immobilie. Hat man das Gl√ľck sich diesen Traum erf√ľllen zu k√∂nnen, muss man jedoch einige Punkte beachten, denn f√ľr au√üergew√∂hnliche H√§user und Wohnungen gelten meist eigene Regeln. So entschied beispielsweise das Amtsgericht D√ľren, dass Wohnungen in einer mittelalterlichen Burg nicht vom Mietspiegel erfasst werden.

In dem konkreten Fall ging es um einen Mieter, der sich eine Wohnung im Turm einer Burg aus dem 12. Jahrhundert mietete. Der Burgherr und Vermieter stufte diese Wohnung jedoch nach einer gewissen Zeit als gehobene Wohnung ein und berief sich dabei auf den Mietspiegel. Daher wurde die Miete von bisher 343,23 Euro auf 400 Euro erhöht.

Die Richter des Amtsgerichts sahen dies jedoch anders: Auf eine solch besondere Immobilie wie eine Burgwohnung sei der Mietspiegel nicht anzuwenden, da dieser sich auf Wohnungen beziehe, die ab 1948 bezugsfertig wurden.

Der Deutsche Mieterbund wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Mieterhöhungen bei solchen Immobilien nur durch ein Gutachten eines Sachverständigen möglich seien. Es sei denn, es ließe sich eine Vergleichswohnung finden, was in solchen Fällen wohl meist eher schwierig ist.

Winterutensilien f√ľr Haus- und Immobilienbesitzer

9. September 2011 Keine Kommentare
Schnee-Haus

Schnee-Haus - flickr/loop_oh

In ganz Deutschland herrscht im Winter die sogenannte R√§um- und Streupflicht. Diese Verkehrssicherungspflicht bedeutet, dass jeder Grundst√ľckseigent√ľmer daf√ľr zu sorgen hat, dass sein Grundst√ľck bei Eis und Schnee erreichbar bleibt. Auf √∂ffentlichen Stra√üen wiederum obliegt diese Pflicht den Kommunen – welche sie wiederum an die anliegenden Eigent√ľmer r√ľck√ľbertragen. Hei√üt im Einzelnen: Als Hausbesitzer hat man die Pflicht, Gehwege und B√ľrgersteige, die an das eigene Grundst√ľck angrenzen, ebenso zu r√§umen, als w√ľrden sie zum eigenen Grundst√ľck geh√∂ren.
Deswegen sollten Hausbesitzer bereits vor dem eigentlichen Wintereinbruch daf√ľr Sorge tragen, dass sie f√ľr die Wahrnehmung ihrer R√§um und Streupflicht ger√ľstet sind.

Zur unabdingbaren Grundausstattung gehören:

Schneeschieber oder -schippe, gegebenenfalls und bei entsprechender Fläche und Geografie Schneefräse oder -pflug zur Beseitigung großer Schneemengen

Straßenbesen zur Beseitigung kleinerer Schneemengen oder zum Nachkehren der Räumung. Hier muss es nicht der gute Hausbesen sein, sondern ein moderater Besen aus dem Baumarkt oder Versandhaus reicht vollkommen aus.

Streumaterial beziehungsweise Salz. Dabei ist jedoch auch auf einige Dinge zu achten. In Wasserschutzgebieten oder speziell ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten darf kein Streusalz eingesetzt werden. Dann m√ľssen Ersatzstreumaterialien bereitgehalten werden. Dazu geh√∂ren unter anderem Asche, Sand oder Split. Der Einsatz von Salz sollte sparsam erfolgen, wenn nicht sogar ganz vermieden werden, denn er hat mehrere Nachteile. Das gel√∂ste Salz gelangt auf jeden Fall in die Kanalisation und somit auch wieder in die Wasseraufbereitung unseres Trinkwassers. Das Schuhwerk – aber auch Tierpfoten beispielsweise leiden stark unter dem angetauten scharfen Salz. Nicht zuletzt kann es bei sehr tiefen Temperaturen auch dazu kommen, dass die angetaute Oberfl√§che direkt wieder √ľberfriert. Daher sollte auch beim Einsatz von Streusalz immer ein weiteres Streumaterial zum Einsatz kommen, das den Boden zus√§tzlich „stumpf“ h√§lt – wie eben beispielsweise Split oder Sand.

Einmaliges, morgendliches R√§umen reicht √ľbrigens nicht aus! Daher m√ľssen Hausbesitzer im Laufe des Tages die Begehbarkeit der Wege aufrechterhalten – wenn n√∂tig durch Nachstreuen oder wiederholtes R√§umen. Bei Abwesenheit ist f√ľr Ersatz zu sorgen!

Nur in Hälfte der Deutschen Wohnungen Rauchmelder

5. September 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ TDLacoste

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Im Zuge der Brandserien in Berlin haben sicherlich so manche Mieter √ľber die Anschaffung eines Rauchmelders nachgedacht. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marplan bezeichnen die meisten Deutschen Rauchmelder in Wohnungen als sinnvoll, jedoch haben gleichzeitig weniger auch wirklich einen zuhause.

Demnach haben im deutschen Schnitt nur 51 Prozent der Haushalte Rauchmelder in ihren Wohnr√§umen installiert. Gleichzeitig sagten jedoch 72 Prozent, dass sie die Ger√§te f√ľr ‚Äěwichtig‚Äú oder ‚Äěsehr wichtig‚Äú hielten. Jedoch wussten zudem 71 Prozent nicht einmal, dass ein Rauchmelder in den eigenen vier W√§nden in einigen Bundesl√§ndern sogar Pflicht ist.

Dies ist in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Th√ľringen, Bremen und Sachsen-Anhalt der Fall. In diesen Bundesl√§ndern ist der Anteil der Haushalte mit Rauchmelder auch vergleichsweise hoch, jedoch mit 63 Prozent nicht fl√§chendeckend. In den restlichen L√§ndern liegt der Schnitt hingegen nur bei 46 Prozent.