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Archiv für Mai, 2011

Dämmpflicht für Häuser bis Ende des Jahres

30. Mai 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Riisipuuro

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Aufgrund der Energieeinsparverordnung müssen bis zum Ende dieses Jahres viele Hauseigentümer für eine ausreichende Dämmung sorgen. Dies betrifft die Häuser, bei denen das Dach nicht gedämmt ist. Hier muss die oberste begehbare Geschossdecke mit Dämmmaterial versehen werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin.

Erreicht werden muss dabei der sogenannte U-Wert, ein bestimmter Wärmedämmwert. Dieser wird laut den Verbraucherschützern in den meisten Fällen dann erreicht, wenn die Geschossdecke mit einer Dämmschicht versehen wird, die rund 16 Zentimeter stark ist.

Laut der Energieeinsparverordnung müssen alle Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser nachrüsten, die nach dem 1. Februar 2002 bezogen wurden. Die oberste begehbare Geschossdecke muss jedoch nur gedämmt werden, wenn das Dach ohne Dämmung ist. Hausbesitzer, die vor dem genannten Stichtag bereits in der Immobilie wohnten, sind nicht betroffen.

Urteil: WohnungskĂĽndigung bei Sanierung der Etage

23. Mai 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Conne Island

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In einem Mietshaus kann es schon mal vorkommen, dass der Vermieter sich dazu entscheidet eine komplette Etage zu sanieren. Was jedoch, wenn eine der Wohnungen immer noch bewohnt ist? In solch einem Fall ist es für den Vermieter möglich, dem Mieter zu kündigen. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Frankfurt hervor, auf das der Deutsche Anwaltsverein hinweist.

In dem konkreten Fall bewohnte ein Mieter eine Wohnung, die seit über 20 Jahren nicht mehr renoviert worden war. Den Rest der Etage nutzte ein gemeinnütziger Verein. Der Vermieter entschied sich nun dafür die komplette Etage sanieren zu wollen. Die gemeinnützige Vereinigung war damit einverstanden und auch bereit danach eine höhere Miete zu zahlen.

Dem Mieter wurden mehrere Ersatzwohnungen angeboten, die er ablehnte. Daraufhin sprach der Vermieter die Kündigung aus. Die Richter sahen den Vermieter durchaus im Recht: Eine Kündigung sei möglich, wenn die Wohnung lange nicht mehr saniert wurde und dem Betroffenen zudem Ersatzwohnungen angeboten wurden. Zudem sei die Sanierung erst dadurch möglich, dass der gemeinnützige Verein am Ende eine doppelt so hohe Miete zahle.

Gasanbieter wechseln, worauf muss man achten?

17. Mai 2011 Keine Kommentare
Gasanbieter wechseln?

Gasanbieter wechseln?

Insbesondere für Wohnungsmieter steigt die Bedeutung der Energiekosten täglich. Inzwischen belaufen sich die Vorauszahlung für Betriebs- bzw. Nebenkosten auf bis zu 50% des Kaltmietpreises einer Wohnung.
Einsparpotenziale ergeben sich insbesondere aus den Versorgungsleistungen örtlicher Stadtwerke und sonstiger Energieunternehmen.

Denn die lokalen Anbieter liegen preislich meistens nur im Mittelfeld! Wenn die eigenen vier Wände von einer Gas-Etagen-Heizung gewärmt werden, sollte man daher unter bestimmten Gesichtspunkten zu einem günstigen Gasanbieter wechseln.

Tarife schnell und unkompliziert online vergleichen!
Bereits seit einigen Jahren bieten verschiedenste Onlineportale die Möglichkeit, vor allem Strom- und Gaspreise online zu vergleichen. Empfehlenswert ist zum Beispiel das Angebot von verivox.de.
Verbraucher können dort schnell und unkompliziert ihren Gasanbieter wechseln, Stromtarife vergleichen und berechnen lassen, ob eventuell sogar die Internet- und Telefonanbindung günstiger bezogen werden kann. Mit wenigen Klicks wird einem nicht nur angezeigt, um welche Höhe die Ausgaben reduziert werden können, auch der eigentliche Anbieterwechsel ist schnell vollzogen. Ähnliche beziehungsweise gleichwertige Leistungen bietet aber auch check24.de.

Den Gasanbieter wechseln, aber Fallen vermeiden!
Bevor man sich fĂĽr einen neuen Gasanbieter entscheidet, sollte man neben dem gĂĽnstigeren Preis auch die sonstigen Konditionen beachten. Wenn man den Gasanbieter wechseln will, sollte man sich darĂĽber im Klaren sein, dass der reduzierte Preis oftmals aus bestimmten Konditionen resultiert.

So verlangen einige Anbieter eine Jahresvorauszahlung oder zum Beispiel Sicherheitsleistungen von 200,00 EUR oder mehr bei Vertragsabschluss. Das muss aber nicht sein – viele Energieversorger gewähren bereits bei Onlineabschluss einen gewissen Rabatt oder ein kostenloses Verbrauchsvolumen. Viele Onlinevergleichsportale bieten daher die Möglichkeit, solche Sicherheitsleistungen oder Jahresvorauszahlungen zu filtern. Diese Optionen sollte man unbedingt aktivieren, wenn man problemlos den Gasanbieter wechseln will.
Ähnlich verhält es sich mit Vertragslaufzeiten! Wenn die Vertragslaufzeit mehr als zwölf Monate beträgt, sollte man sicher sein, dass abzüglich der Neukundenvorteile auch in der zweiten Abrechnungsperiode der Preis günstiger als beim alten Anbieter ist. Ansonsten ist es empfehlenswert, einen etwas teureren Anbieter mit zwölfmonatiger Vertragslaufzeit zu wählen und zu gegebener Zeit erneut zu wechseln.

So einfach es ist, den Gasanbieter zu wechseln, man muss sich dennoch etwas Zeit dafĂĽr nehmen. Es lohnt sich, neben dem reinen Bezugspreis auch die sonstigen Konditionen ĂĽber die gesamte Vertragslaufzeit zu berĂĽcksichtigen!

Säumige Mieter können auf Zahlung künftiger Leistungen verklagt werden

16. Mai 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Brendel

cc by wikimedia/ Brendel

Zahlen Mieter ihre Miete über einen längeren Zeitraum nicht, ist dies für den Vermieter nicht nur ein großes Ärgernis, sondern meist mit viel Aufwand verbunden. Laut einem Urteil des Bundesgerichtshof können die Vermieter nun wenigstens die Mieter zur Zahlung von künftigen Leistungen verklagen.

In dem konkreten Fall ging es um Mieter aus Hannover, die in mehreren Jahren jeweils in einem Monat ihre Miete nicht zahlten. Irgendwann reichte es dem Vermieter und er sprach eine auĂźerordentliche KĂĽndigung aus. Daraufhin weigerten sich die Mieter auch zwei weitere Monate die Miete zu zahlen und zogen zudem vor Gericht.

Das Landgericht gab ihnen anfangs auch zumindest zum Teil Recht, da der Vermieter zuvor hätte abmahnen müssen. Der Bundesgerichtshof sah dies jedoch nicht so. Eine Abmahnung sei aufgrund der Rückstände von fünf Monatsmieten nicht notwendig. Genauso könne der Vermieter die Zahlung künftiger Leistungen einklagen.

Mietkaution muss so schnell wie möglich ausbezahlt werden

9. Mai 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Markus Rödder

cc by flickr/ Markus Rödder

Wird ein Mietverhältnis beendet, geht es dabei auch immer um die Rückzahlung der Kaution. Der Deutsche Mieterbund weist darauf hin, dass ein Vermieter die Mietkaution „so schnell wie möglich“ zurückgeben müsse.

Die heißt nichts anderes als, dass der Betrag sofort gezahlt werden muss, sobald feststeht, dass der Vermieter keine Ansprüche mehr an den ehemaligen Mieter mehr hat. Dabei ist es egal, ob die Kaution bar gezahlt, auf einem Sparbuch angelegt wurde oder eine Bürgschaft war. Normalerweise gelte als angemessene Frist zwei bis drei Monate, in schwierigen Fällen zur Not auch mal sechs.

Laut dem BGH darf diese Zeit nur in echten Ausnahmefällen überschritten werden. Steht die Betriebskostenrechnung jedoch noch an, darf der Vermieter einen Teil der Kaution einbehalten, aber eben nur einen Teil.